England gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Es ist Heiligabend, und alle sind in Weihnachtsstimmung. Alle bis auf einen: Ebenezer Scrooge. Der alte verbitterte Geschäftsmann hegt einen tiefen Groll gegen das Weihnachtsfest und die fröhlich feiernden Menschen. Weder will er mit seinem Neffen feiern, noch lässt er sich vom Geist der Weihnacht beseelen. Seinem einzigen Angestellten Bob Cratchit gibt er am Weihnachtstag nur widerwillig frei, Mitleid mit Armen und Kranken ist ihm fremd. Denn wenn es nach ihm ginge, wären sie in Gefängnissen und Arbeitshäusern am besten aufgehoben. Und so begibt er sich auch an diesem Abend einsam und mürrisch nach Hause, um sich in seinem Schlafzimmer einzuschließen und das Weihnachtsfest vorübergehen zu lassen. Aber ausgerechnet dieses Jahr erscheint ihm der Geist seines verstorbenen Arbeitskollegen Marley, der zu Lebzeiten noch geiziger als der griesgrämige Ebenezer Scrooge war. In schmiedeeiserne Ketten gelegt, warnt er den verschreckten Scrooge vor den Folgen von Geiz und Habgier. Wenn er nicht wie Marley ein Leben nach dem Tod in ewiger Ruhelosigkeit fristen will, sollte er sein Verhalten auf Erden umgehend ändern. Außerdem wird ihm die bevorstehende Ankunft von drei weiteren Geistern prophezeit. Diese folgen dann auch auf den Fuß, allerdings nicht gemeinsam, sondern schön der Reihe nach und lehren den in seinem Nachthemdchen ohnehin schon zitternden Scrooge das Fürchten.
Eine weitere Versions des Charles-Dickens-Klassikers, diesmal von Oscarpreisträger Robert Zemeckis und in 3D. Die technisch atemberaubend animierte Welt scheint den Zuschauer zu verschlucken und nimmt ihn mit auf rasante Kamerafahrten und präsentiert beeindruckende Effekte. Jim Carrey - der seit seiner Rolle als Grinch bereits Erfahrungen mit der Darstellung von "Weihnachtsmuffeln" hat - übernimmt gleich sieben Rollen. So spielt er nicht nur Ebenezer Scrooge in verschiedenen Lebensabschnitten, sondern auch die drei Weihnachtsgeister. Neben ihm hauchen Schauspieler wie Gary Oldman, Bob Hoskins und Colin Firth den animierten Gestalten Leben ein.
Der Film hält sich stark an die literarische Vorlage. Etwas mehr Augenzwinkern hätte man sich und dem jüngeren Publikum an der einen oder anderen Stelle allerdings gewünscht. Die dreidimensionalen Effekte sind dafür allerdings unglaublich beeindruckend, dementsprechend Gänsehaut fördernd sind auch die Gruselszenen, die den Zuschauer zusammenzucken und nichts für kleine Kinder sind. Alles in allem ein schöner Film zur Weihnachtszeit, der das Publikum auch mehr als 160 Jahre nach Entstehung des Romans an den Geist der Weihnacht erinnern soll.
Filminfos
| Originaltitel: | A Christmas Carol |
|---|---|
| Land: | USA 2009 |
| Genre: | Trickfilm |
| Regie: | Robert Zemeckis |
| Kinostart: | 05.11.2009 |








