Kreuzkölln

Dokumentarfilm, DEU  2009

Fazit: Der zweite und längere Teil des Films kann nicht überzeugen.

Kurzfilm und Porträt eines Kiezes in einem. In der Hauptrolle: das Schlesische Tor.

Serdal Karaça: "Moruk"
Serdal Karaça: "Moruk"
© Moviemento Kino

Drei junge Filmemacher entdecken Kreuzkölln, ein Gebiet, das sich gerade mehr als jeder andere Bezirk Berlins im Wandel befindet.


Moruk: Jim Jarmusch in Kreuzkölln. Murat und Hakan, zwei türkische Berliner Jungs, haben sich eine Straßenecke erobert, in der sie das Regiment haben, und in der sie tagtäglich abhängen, kiffen, träumen, philosophieren und streiten. Eines Tages kommen Irina und Klara des Wegs und bringen die beiden Jungs und ihre Welt ordentlich durcheinander. Als ideale Besetzung für Murat konnte der Regisseur Oktay Özdemir gewinnen, der unter anderem für seine Rollen in "Jargo", "Knallhart" und "Wut" mehrfach mit Preisen ausgezeichnet wurde. Auch die weiblichen Hauptrollen sind mit Irina Potapenko ("Revanche") und Klara Reinacher ("Prinzessinenbad") prominent besetzt.

24 Stunden Schlesisches Tor: Seit 89 einer der lebendigsten Orte Berlins ist das Schlesische Tor. Der Film erinnert in seinen Interviews an diesen rasanten Wandel und stellt in Kurzporträts Anwohner, Ausgehwütige, Nachtschwärmer und dort Arbeitende vor. Die Menschen begegnen der Kamera erfrischend direkt und geben einen guten Einblick darin, wer das heute trendige Kreuzkölln eigentlich ausmacht. Wir lernen die explosive Mischung von "habisch Mädschen klargemacht, konkret vier Stück" Migranten über Proleten bis zu jungen Künstlern kennen. Dem Film gelingt es, dass man die ganze Zeit immer wieder gespannt darauf ist, wen wir als nächstes kennenlernen werden im Kosmos Kreuzkölln.

Filminfos

Land: DEU  2009
Genre: Dokumentarfilm
Regie: Serdal Karaça
Darsteller: Oktay Özdemir , Burak Yigit
mehr
Länge: 89 Minuten
Kinostart: 29.10.2009
 
Neustarts

Kino-Neustarts im interaktiven Portal

Filmreif: Alle Highlights dieser Kinowoche mit Trailer. mehr