Weltstadt

Drama, DEU  2008

Fazit: Authentische Kleinstadtstudie mit guten Schauspielern, aber einem dramaturgischen Problem.

Bonjour Tristesse: Atmosphärische Inszenierung einer brandenburgischen Kleinstadt.

Christian Klandt: "Weltstadt"
Christian Klandt: "Weltstadt"
© X Verleih AG

Man kennt diese Szenerie: eine Kleinstadt unweit von Berlin. Viel Plattenbau, wenig Arbeit, aber auch Idylle. Hier leben die Kumpels Till und Karsten. Während Till gerade von seinem Chef offenbart wurde, dass er nach der Lehre nicht übernommen wird, ist Karsten bereits arbeitslos. Tills Freundin Steffi arbeitet in einem Solarium, träumt aber von Berlin und der Ausbildung zur Kosmetikerin. Oder Heinrich: Seine Imbissbude läuft beschissen, er muss sie aufgeben und feiert am letzten Abend mit seinen Stammkunden. Und dann ist da dieser herumstreifende Obdachlose, der am Seeufer Klavier spielt ...

Autor und Regisseur Christian Klandt entwirft eine Kleinstadtstudie mit hoher Authentizität - kein Wunder, wuchs Klandt doch im Drehort Beeskow auf. Doch trotz der guten Schauspieler hat der Film ein dramaturgisches Problem: Jeder Zuschauer weiß vorher, dass sich Klandt den durch die Presse gegangenen Brandanschlag auf einen Obdachlosen zum Thema gemacht hat. Und so harrt man dieser einen schlimmen Szene entgegen und konzentriert sich nur mühsam auf den stimmig inszenierten Rest. Vielleicht wäre der ursprünglich geplante Dokumentarfilm zum Thema die bessere Lösung gewesen.

© ZITTY BERLIN - Das Hauptstadtmagazin / Martin Schwarz

Filminfos

Originaltitel: Weltstadt
Land: DEU  2008
Genre: Drama
Regie: Christian Klandt
Darsteller: Florian Bartholomäi , Gerdy Zint
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Länge: 104 Minuten
FSK: ab 12
Kinostart: 05.11.2009
 
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